in Falkensee zuhause

Falkensee und das Havelland in Wort und Bild

Havelberg und  der Dom zu Havelberg

 

Im Mai 2016 wollten wir uns am Gülper See etwas länger aufhalten, der wolkenverhangene Himmel eignete sich nicht für Landschaftsaufnahmen, die sonst so zahlreich anzutreffenden Wasservögel ließen sich nicht sehen - kurz entschlossen fuhren wir nach Havelberg und besichtigen Dom und Altstadt...

 

Havelberg liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt an der Havel (hier mündet die Havel in die Elbe)   gehört zum Landkreis Stendal,  rd.  6600 Einwohner.  Zu Havelberg gehören noch 14 Ortsteile

Erste urkundliche Erwähnung: 948 - Havelberg, eine kleine Stadt mit großer Geschichte

  • Im 7. Jh. besiedelten westslawischen Stämme die Region um Havelberg.
  • In 929 eroberte Heinrich I. das Gebiet um Havelberg - es entstand eine frühdeutsche Burganlage auf dem Höhenrücken.  Otto I. (Sohne von Heinrich I.) gründete die Bistümer Havelberg und Brandenburg zur Missionierung der Bevölkerung. 
  • Die Slawen regierten 150 Jahre, bis König Lothar 1130 Havelberg einnahm. Albrecht der Bär brachte Havelberg 1136 unter Reichsgewalt.
  • 1147 wurde die Gründung eines Domkapitels ermöglicht.
  • 1571 wurde das Domkapitel lutherisch, das Bistum Havelberg wurde in das Kurfürstentum Brandenburg eingegliedert...
  • 1994 erfolgte die Eingliederung Havelbergs in den Landkreis Stendal.

 

Mai 2016

Panoramabild: Blick auf Havelberg vom Dom aus

Havelländische Altstadt-Idylle am Fuße des Domberges (fast ein Postkartenmotiv)


Weg zum Dom führt durch die Altstadt...

...über den Prälatenweg hinauf zum Dom

Domgelände, mit Eingang zum Museum (links)

Prälaten  an der Dommauer

Prälaten - höhere Amtsträger der katholischen Kirche

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Dom St. Marien.

Mönche des Prämonstratensordens erbauten Mitte des 12. Jh. den Dom in gotischen und romanischen Stilelementen, bewirkt durch Zerstörung und Wiederaufbau.

Der Prälatenweg leitet seinen Namen von Prälat, Domherr, ab. Im Gegensatz zur Stadtinsel war das Domgebiet vollständig von einer Mauer umschlossen. Die Prälatenmauer stellt einen Teil der Befestigung dar (Text auf einer Tafel an der Prälatenmauer)

In den Aussparungen nisten Tauben

Fenster

Baumaßnahmen - Innenhof

Gewölbegang  im Dom, die Fenster links in diesem Bild geben den Blick auf den Innenhof frei

Die Ausmaße des Doms lassen sich fotografisch kaum einfangen

"Guten Tag!" (Bronzefiguren) Zar Peter I. und Friedrich Wilhem I. auf dem Burggelände

 

Auf einer Tafel war zu lesen:

"In den Jahren 1700 bis 1721 wurde in Nord-, Mittel und Osteuropa der Große Nordische Krieg geführt, in dem eine Allianz aus dem russischen Zarenreich, Preußen und Dänemark sowie den Bündnissen Sachsen-polen und England-Hannover mit dem Schwedischen Reich um die Vorherrschaft im Ostseeraum stritten...


 

...Im November 1716 fand in der Propstei von Havelberg ein diplomatisches Treffen zwischen Zar Peter I. von Russland und dem als Soldatenkönig in die Geschichte eingegangenen preußischen König Friedrich Wilhelm I. statt. Anlass des Treffens war der Abschluss der Konvention von Havelberg, in der sich die Bündnispartner ihre gegenseitige Unterstützung gegen das schwedische Reich zusicherten."


Rundgang im Dom

Der Dom St. Marien ist eine evgl. Kirche in der Hansestadt Havelberg. Er war die Hauptkirche des Bistums Havelberg

Der rechteckige Baukörper nimmt eine Grundfläche von  30,2 x 6,1 m ein und ist 31 m hoch. Der untere Bereich ist aus Naturstein gemauert. Baubeginn um 1150. Umbau des Doms in 1279 und 1330. 1907-1909 grundlegende Instandsetzung der Fundamente u. weiterer Teile.

Kirchenschiff des Doms

Scholtze-Orgel von 1777 (Barock)

Kreuzrippengewölbe

Kirchenschiff mit Orgel

Rundgang im Dommuseum


"Kleider machen Leute"

Handwerk

Möbel aus DDR-Zeiten

"unsere zwei kleinen Kerzen" im Dom

Dom zu Havelberg

weiter geht's zum Wildpark Johannismühle

viel Spaß